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12, Krayer, Lennart-Jan, Lexware Racing Team, RSG Mannheim, GER

12, Krayer, Lennart-Jan, Lexware Racing Team, RSG Mannheim, GER

Der 18-jährige Lennart Krayer (Lexware) holt am Donnerstag die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften der Junioren in Leogang (1:16:39). Zweiter wird der Schweizer Janis Baumann (+0:40) vor dem Franzosen Luca Martin (+1:24). Es ist der erste Weltmeistertitel für das Lexware Mountainbike Team.

Krayer ging das Rennen zunächst ruhig an. Aus der Startloop kam er als Neunter, überholte dann im ersten Anstieg fünf Fahrer und fand sich auf Position vier in der ersten von vier zu fahrenden Runden ein.  Vorne formierte sich ein Trio aus dem US-Amerikaner Amos Riley, dem Franzosen Luca Martin und dem Schweizer Baumann. 37 Sekunden trennte die Gruppe von Krayer zunächst, doch der schloss in der zweiten Runde auf. Der US-Amerikaner konnte das Tempo vorne nicht mitgehen und musste im matschigen Wiesenanstieg sogar vom Rad, um sein Schaltwerk zu säubern. Krayer ging vorbei und überholte in der gleichen Runde auch den Franzosen Martin.

Im Anstieg der dritten Runde gelang es Krayer auch den bis dahin führenden Schweizer Janis Baumann zu überholen. „Er hat im Anstieg einen Fehler gemacht, da bin ich vorbei“, sagte Krayer im Ziel. „Dann haben wir uns noch ein paar Mal gegenseitig überholt.“ Den entscheidenden Unterschied machte Krayer, da er als Führender in den Downhill ging. Hier nahm er Baumann einige Sekunden ab und vergrößerte seinen Vorsprung in den folgenden zwei Runden. „Ich kann es nicht glauben“, sagte Krayer im Ziel. „Es war von Beginn an ein echt hartes Rennen.“ Mit dem Sieg holte Krayer das Regenbogentrikot erstmals wieder nach Deutschland, seit Lukas Baum 2013 Juniorenweltmeister wurde. Außerdem ist es der erste Weltmeister-Titel für die Equipe aus dem Hochschwarzwald.

Er dankte seinen Teamkollegen vom Lexware Mountainbike Team, die ihn kurz vor dem Start noch von anderen Reifen überzeugt hatten und die bei den matschigen Bedingungen ein Vorteil für den 18-Jährigen waren. Viele seiner Konkurrenten mussten teilweise absteigen um ihr Rad vom Schlamm zu befreien.  „Ich bin überglücklich“, sagte Krayer, der aus Schwetzingen bei Mannheim stammt, aber seit dem Sommer im Freiburger Sportinternat lebt und dort das Berufskolleg besucht. „Mein Ziel war eine Medaille, aber dass ich tatsächlich Weltmeister würde, habe ich noch am Anfang des Rennens nicht gedacht.“ Einen Grund für seinen Erfolg sieht er auch in der Ernährungsumstellung zu veganer Ernährung, die er im Oktober letzten Jahres vollzogen hat. „Dadurch regeneriere ich mich besser und kann mein Training so viel effizienter gestalten“, sagte Krayer.

Louis Krauss kam auf Platz 42 ins Ziel. „Ich musste mehr laufen als Radfahren“, sagte er enttäuscht.